Protestaktion am 21. September, 15.00 bis 15.30 Uhr vor der Gläsernen Manufaktur, Lennéstraße – Ecke Stübelallee, 01069 Dresden und
Aktion in der Mittagspause, Karosseriewerke Dresden, 21. September, 11.00 bis 12.00 Uhr, Heinrich-Gläser-Straße 20, 01454 Radeberg
Angesichts der koordinierten Angriffe der Arbeitgeber auf Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen in der Automobilindustrie ruft die IG Metall zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke” werden am Montag, 21. September, Zehntausende Beschäftigte von Autoherstellern und Zulieferern ein Protestzeichen setzen für die Zukunft der Automobilindustrie in Deutschland.
In Dresden werden die Beschäftigten der Gläsernen Manufaktur gemeinsam mit Soli-Delegationen von Infineon, Bosch und Mannesmannröhren-Werk Zeithain um 15.00 Uhr vor der Gläsernen Manufaktur, Lennéstraße / Ecke Stübelallee, zusammenkommen und ihrem Ärger Luft machen.
In Radeberg werden die Beschäftigten der Karosseriewerke Dresden, Heinrich-Gläser-Straße 20, 01454 Radeberg, eine Mittagspausen-Aktion von 11.00 bis 12.00 Uhr durchführen.
Forderungen an die Arbeitgeber:
- Zukunftsprodukte für unsere Werke!
- Investitionen in Standorte statt Geldregen für Aktionäre!
- Finger weg von der 35-Stunden-Woche!
- Sparen im Unternehmen? Ja, bitte: bei Management, Produktdschungel und Bürokratie!
Forderungen an die Politik:
- Mehr Handelsschutz und Local Content! Wer hier verkauft, muss hier produzieren!
- Stromkosten senken und Bürokratie abbauen!
- Finanzhilfe für Zulieferer im Umbau!
- Zukunft für Hybridantriebe & Zölle auf importierte Dumping-Autos!
- Mehr Förderung für die Schlüsselindustrien der Zukunft!
- Keine Abschaffung der Block-Altersteilzeit mitten im Umbau!
Stefan Ehly, Erster Bevollmächtigter IG Metall Dresden und Riesa, macht den Ernst der Lage deutlich: „Es geht um unsere Arbeitsplätze hier vor Ort, um unsere Region, um unsere industrielle Zukunft. Aber es geht eben auch um die Zukunft einer Branche, die Wohlstand, Innovation und gute Arbeit in ganz Deutschland prägt. Ohne Industrie, ohne Autoindustrie ist Deutschland ein armes Land. Deshalb erwarten wir ein klares Bekenntnis und kluge Strategien für unsere Standorte aus Politik und Wirtschaft! Mit Beschäftigtenabbau und Abschaffung der Altersteilzeit lösen wir unsere Probleme nicht.“
Ralf Hron, stellvertretender Vorsitzender des DGB Sachsen, wird die Aktion in Dresden unterstützen.
Bundesweit sind insgesamt mehr als 280 Aktionen in rund 100 IG Metall-Geschäftsstellen geplant – teils auf dem Betriebsgelände, teils vor den Werkstoren. Die Beschäftigten kritisieren mit den Aktionen falsche Krisenkonzepte der Unternehmen und fordern stattdessen Investitionen in neue Produkte und in ihre Werke.
Für Rückfragen:
Stefan Ehly, Erster Bevollmächtigter IG Metall Dresden und Riesa, 0160 533 02 84 (wird am Montag in Dresden vor Ort sein) und
Jens Kiehle, Gewerkschaftssekretär IG Metall Dresden und Riesa, 0170 33 33 042 (wird am Montag in Radeberg vor Ort sein)