Wahl 2. Bevollmächtiger Steven Kempe als Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Dresden und Riesa gewählt

Die Delegierten der IG Metall Dresden und Riesa haben mit großer Mehrheit (Dresden 97%, Riesa: 100%) Steven Kempe als Zweiten Bevollmächtigten der Geschäftsstellen gewählt.

Delegiertenversammlung

4. Juni 2026 4. Juni 2026


Die Delegierten der IG Metall Dresden und Riesa haben mit großer Mehrheit (Dresden 97%, Riesa: 100%) Steven Kempe als Zweiten Bevollmächtigten der Geschäftsstellen gewählt. Mit einem herzlichen Dank für ihre wertvolle Arbeit für die IG Metall wurden die beiden bisherigen ehrenamtlichen Bevollmächtigten André Twardygrosz (Dresden) und Dennie Pannier (Riesa) aus ihrer Funktion verabschiedet.

„Wir bedanken uns sehr herzlich für ihren leidenschaftlichen Einsatz für die Geschäftsstellen. Ohne die ehrenamtliche Unterstützung könnten wir Vieles nicht stemmen“, so Stefan Ehly, Erster Bevollmächtigter IG Metall Dresden und Riesa. „Ich freue mich, dass mit Steven Kempe ein sehr erfahrener und engagierter Kollege hauptamtlich als Zweiter Bevollmächtigter gemeinsam mit mir und unserem ambitionierten Team die IG Metall auch in Zukunft in der Region stark machen wird.“

Steven Kempe arbeitet inzwischen neun Jahre als Gewerkschaftssekretär im Team der IG Metall Dresden und Riesa. Zuvor war er Betriebsratsvorsitzender bei Benseler Sachsen, wo er schon seit 2011 als Instandhaltungsmechaniker gearbeitet hat und sich früh gewerkschaftlich engagiert hatte. 2013 hat Steven Kempe seinen Industriemeister Metall bei der IHK Chemnitz abgeschlossen. In seiner Zeit bei der IG Metall hat er zahlreiche Tarifauseinandersetzungen erfolgreich geführt und mit den Beschäftigten um Standorte gekämpft.

Mit einem hauptamtlichen Zweiten Bevollmächtigten wird auf die veränderte Aufgabenvielfalt der heutigen Geschäftsstellenarbeit reagiert. „Wir haben in den letzten Jahren eine spürbare Veränderung der Herausforderungen in unseren Geschäftsstellen erfahren. Nicht zuletzt das Großprojekt zur Erschließung der Halbleiterindustrie in Dresden kostet viele Ressourcen. Hierfür stehen mittlerweile drei Hauptamtliche Kollegen bereit, insofern ist eine Anpassung der Führungsstruktur nur konsequent und im Sinne der Sache“, so Stefan Ehly.

Konfliktorientierte Gewerkschaftspolitik

Ein weiteres Schwerpunktthema der Versammlung war die politischen Neuausrichtung des Bezirkes Berlin-Brandenburg-Sachsen. IG Metall Bezirksleiter Jan Otto hat den Delegierten das Leitbild „Konfliktorientierte Gewerkschaftspolitik“ vorgestellt, das auf der Bezirkskonferenz der IG Metall Ende Juni diskutiert und verabschiedet werden soll. Im Kern geht es um die Frage: Wie begegnen wir den schärfer werdenden Angriffen auf Tarifstandards, soziale Sicherungssysteme und Arbeitnehmer/-innen-rechte?

„Als IG Metall nehmen wir diese Angriffe nicht hin. Unser Anspruch ist es, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten nicht nur zu verteidigen, sondern aktiv zu verbessern und die Zukunft in ihrem Sinne zu gestalten“, zitierte Jan Otto aus dem Papier. „Die IG Metall muss stärker als bisher ein Gegenpol zu diesen Entwicklungen sein. Wir geben unseren Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben ein Versprechen: ‚Immer stärker mit uns!‘. Unsere Stärke wächst dort, wo wir gemeinsam handeln. Sie entsteht aus Solidarität, Beteiligung und der Bereitschaft, für unsere Interessen einzustehen. Wenn Beschäftigte sich organisieren, gemeinsam handeln und sich auf ihre IG Metall verlassen können, entsteht reale Durchsetzungsmacht im Betrieb, der Region und darüber hinaus.“

Jan Otto erläuterte, dass es darum geht, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern sie gemeinsam mit den Beschäftigten strategisch, solidarisch und zielgerichtet zu führen. Deshalb müssten konfliktreiche Gegenstrategien zu den Angriffen auf die Beschäftigten und die soziale Absicherung entwickelt werden. Es braucht aktive Beteiligung, breite Mobilisierung und sichtbare Unterstützung aus den Betrieben.

Die Delegierten erarbeiteten hierzu in Workshops eigene Positionen, die einen wichtigen Input für die bezirkliche Debatte zu einer deutlich konfliktorientierteren Ausrichtung der Gewerkschaftsarbeit werden soll.